Laufen für den guten Zweck: Die Aktion „The May 50K“ unterstützt die MS-Forschung

Im Alltag einer Reisejournalistin sind über 100 zu Fuß zurückgelegte Kilometer pro Monat keine Seltenheit. Was in diesem Mai anders wird, ist dass ich mich unzähligen anderen Teilnehmern der „The May 50K“ anschließen will, um auf die Arbeit verschiedener Multiple Sklerose-Gesellschaften aufmerksam zu machen. Das Ziel: 150 Kilometer laufen – und dabei so viel Spenden sammeln wie möglich.

Wenn es eine Regel gibt, die in meinem privaten wie beruflichen Leben so gut wie immer und in jeder Situation ungebrochen gilt dann die: „Gamification wirkt Wunder!“ Das zeigt sich bei Readathons und Lese-Challenges wie der jährlichen Themenliste des 52 Book Club, genau wie beim Auffrischen meiner Französisch und Portugiesisch-Kenntnisse mit Duolingo, und in den jährlichen Projektplanungs- und Tracking-Formaten, die ich seit Jahren in meinem Bullet-Journal umsetze. Eine Idee, auf die ich bislang allerdings noch nie gekommen bin, ist das Prinzip Gamification auch mal für einen guten Zweck einzusetzen.

Bis vor einigen Tagen der WhatsApp-Status einer lieben Freundin aufgetaucht ist, der mir mitteilte, dass sie in diesem Jahr an der „The May 50K“ Challenge teilnimmt, die mehrere internationale Verbände, darunter die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft und ihr irisches Pendant MS Ireland, organisieren, um Spenden für Forschungszwecke zu sammeln und generell auf die Autoimmunerkrankung Multiple Sklerose aufmerksam zu machen. Die Idee dahinter: MS-Betroffene und Unterstützer sind aufgerufen, im Mai 2026 mindestens 50 Kilometer spazierengehend oder laufend zurückzulegen.

The May 50K: Warum ich im Mai 150 Kilometer zu Fuß zurücklegen will

Meine erste Reaktion darauf war eine Nachricht an besagte Freundin, die ich ohnehin viel zu selten sehe, mit der Frage, ob wir uns zu einem ihrer geplanten Spaziergänge nicht einfach verabreden wollen, um mal wieder etwas Zeit miteinander zu verbringen. Als der Termin dafür dann wenig später im Kalender stand, kam mir der Gedanke, warum ich nicht einfach selbst an der Challenge teilnehme. Über ihren geposteten Link kam ich unkompliziert mit dem Handy auf die Registrierungsseite und war keine zehn Minuten später selbst als Teilnehmerin registriert.

Dabei gibt es bei der Registrierung drei Möglichkeiten, sich der Herausforderung zu stellen: Die namensgebende „50K“-Challenge, bei der man sich vornimmt, 50 Kilometer zu Fuß zurückzulegen, die Challenge „Double Up“ mit 100 Kilometern oder die „Triple Thread“-Variante mit 150 Kilometern. Und weil ich im Job ja ohnehin eine ganze Menge zu Fuß unterwegs bin und Gamification mich wie bereits erwähnt ja gerne mal zu Höchstformen auflaufen lässt, habe ich mich dann eben direkt für Variante 3 registriert und mein Spendenziel auf 100 Euro gesetzt.

Recherchen, Alltag oder Freizeit: Da ich selbst in regulären Monaten ohne Lauf-Challenge regelmäßig auf über 100 Kilometer im Monat komme, habe ich mich bei der „The May 50K“-Challenge direkt für die Fortgeschrittenen-Variante angemeldet. Foto: Sandra

150 Kilometer im Mai: Meine Teilnahme bei der Lauf-Challenge „The May 50K“

Denn tatsächlich hat ein kurzer Check meiner Health-App ergeben, dass ich die 100 Kilometer schon in Monaten ohne Lauf-Challenge eigentlich regelmäßig erreiche, was sicher auch der Tatsache geschuldet ist, dass ich regelmäßig auf Recherche unterwegs bin und selbst an Tagen im Urlaub selten stillsitzen kann. Dazu kommt, dass wir sehr zentral in einer Großstadt leben und kein Auto besitzen, sodass wir auch alle Erledigungen im Alltag zu Fuß erledigen, was bereits mehrere Kilometer täglich ausmacht.

Zudem startet mein Mai mit einigen Tagen auf einer Recherche auf Malta und endet mit den ersten Tagen unseres lange herbeigesehnten England-Urlaubs, sodass auch hier wieder einige Kilometer zu Fuß zusammenkommen sollten. Soll heißen: Ich bin optimistisch, dass ich meinen Teil der „May 50K“-Challenge in Sachen Kilometer sogar ziemlich problemlos einhalten sollte. Der Teil, bei dem ich noch etwas Unterstützung brauchen kann, ist die Sache mit den 100 Euro Spendenziel.

Im Alltag in Frankfurt oder unterwegs: Mein Laufziel für Mai liegt bei 150 Kilometern – mit dem Ziel Spenden für die MS-Forschung zu sammeln. Foto: Sandra

Mit Spenden die MS-Forschung unterstützen: Das steckt hinter „The May 50K“

Dazu gibt es hier den Link zu meiner Teilnehmerseite der „May 50K“-Challenge, bei der du falls es finanziell gerade drin ist, einen kleinen Beitrag leisten kannst. Oder du machst es wie ich und meldest dich ganz einfach selbst bei der Challenge an, um mit deinen gelaufenen Kilometern nicht nur deiner eigenen Alltagsfitness, sondern auch gleich noch einem relevanten medizinischen Feld etwas Gutes zu tun. Denn durch die MS-Forschung hat sich für die von der Krankheit Betroffenen in den vergangenen Jahrzehnten extrem viel verbessert – dennoch gilt die Krankheit immer noch maximal als kontrollierbar.

Laut Angaben der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft leben weltweit mehr als 2,9 Millionen Menschen mit der Autoimmunerkrankung – in Deutschland sind es um die 300.000 Betroffene. Das Ziel des Verbands ist, mit 30 Prozent der Spenden Projekte zu unterstützen, die den Zugang zu Behandlungen für Betroffene auf der ganzen Welt erleichtern. Die restlichen 70 Prozent der Spendeneinnahmen gehen in Forschungsförderungsprojekte in Deutschland mit dem Ziel, MS langfristig besser behandelbar, vorbeugbar und nach Möglichkeit sogar heilbar zu machen.

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